„Tokio von unten“. Meine Radiosendung über Tokios radikale Linke

In den letzten Wochen war eines meiner Hauptprojekte das Erstellen einer Radiosendung über die radikale, antiautoritäre Linke in Tokio.

Japan gilt unter vielen westlichen AktivistInnen oft als die große Unbekannte. Man kennt vielleicht noch die Geschichten der militanten StudentInnenproteste der 60er Jahre, das war’s dann aber auch. Dass es aber auch heute in Japan eine aktive und lebendige anarchistische bzw. antiautoritäre linksradikale Bewegung gibt, das wollen wir euch in dieser einstündigen Spezialsendung zeigen. Der Bogen der in Japan produzierten Sendung spannt sich über einen kurzen geschichtlichen Überblick der radikalen Nachkriegslinken über aktuelle Anti-Olympia Proteste, die Obdachlosenbewegung, Infoläden, bis hin zu Wohnprojekten und Stadtteilgruppen in Tokio.
Zu Wort kommen Tokioter AktivistInnen selber.

Anhören könnt ihr die Sendung hier: http://www.a-radio.net/2017/3058

四月病 - Aprilkrankheit

Das StudentInnenleben in Japan ist weitaus durchorganisierter und kollektivistischer angelegt als etwa das in Europa. Ein zentraler Bestandteil davon sind „Clubs“ oder auch „Circles“ genannte Vereine, in denen StudentInnen verschiedenste Aktivitäten ausführen. Auch ich hatte vor kurzem mein erstes „Vorstellungsgespräch“ bei einem „Circle“ und möchte euch hier ein wenig über meine Erfahrungen erzählen.

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Aufstand der Alten

Kurz nach dem Atomunglück von Fukushima gingen in ganz Japan hunderttausende Menschen auf die Straßen um gegen die Nutzung von Atomkraft zu protestieren. 6 Jahre nach Katastrophe scheint sich die Bewegung verlaufen zu haben. Bei meinem ersten Besuch einer Anti-Atom Demo in Japan war es vor allem die ältere Generation, welche ihre Stimme erhob. Ein Erfahrungsbericht.

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